Hinterglasmalerei
Die Hinterglasmalerei hat besonders in Bayern, Böhmen und Österreich eine lange volkstümliche Tradition. Bekannt sind die Andachtsbilder aus Murnau, Oberammergau und dem Bayerischen Wald. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckten auch Künstler wie Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und die Maler des „Blauen Reiters“ die Technik für sich.
Arbeitsweise
Gemalt wird auf die Rückseite einer Glasscheibe, betrachtet wird das Bild von vorne durch das Glas. Daraus ergibt sich eine besondere Herausforderung: Die Malerei muss in umgekehrter Reihenfolge entstehen. Zuerst kommen Konturen, Lichter und feinste Details, die im fertigen Bild oben liegen sollen. Danach folgen die Farbflächen, und zuletzt der Hintergrund. Auch das Motiv selbst muss spiegelverkehrt angelegt werden. Oft liegt eine Vorzeichnung unter der Glasplatte und wird durchgepaust. Verwendet werden Öl-, Tempera- oder Lackfarben, manchmal auch Metallfolien für glänzende Effekte.
Wirkung
Durch das Glas wirken die Farben besonders leuchtend, tief und glatt, wie unter einer Glasur. Die Bilder habe



