GRAFIK & PINSELSTRICH
Bei der Pinselgrafik wird mit Pinsel und Tusche gezeichnet statt mit Stift oder Feder. Das ist eine Kunst der Reduktion: Mit wenigen Strichen soll eine Figur, eine Szene oder eine Stimmung entstehen.
Material
Verwendet werden schwarze oder farbige Tusche, chinesische Stangentusche, die auf dem Reibstein angerieben wird, oder verdünnte Tuschelavierungen. Dazu kommen Haarpinsel in verschiedenen Stärken und glatte oder saugfähige Papiere.
Arbeitsweise
Jeder Strich wird in einem Zug gesetzt und lässt sich nicht korrigieren. Durch Druck, Tempo und Pinselhaltung verändert sich die Linie: Sie schwillt an, wird dünn, bricht ab, franst aus. Mit verdünnter Tusche lassen sich Flächen und Grauwerte laviert hinzufügen. Die Technik verlangt Konzentration, Übung und eine sichere Hand, das Ergebnis wirkt dann aber leicht und lebendig.
Einsatz
Pinselzeichnungen eignen sich für freie Blätter, Skizzen nach dem Leben, Buch- und Zeitungsillustrationen, Plakate und Prospekte.
Seine Zeichnungen begleiteten auch seine Texte, etwa die Zeitungsfolgen und das Buch „Wie es war“. Nach dem Krieg gestaltete er Illustrationen, Plakate und Prospekte. Mit Alfred Kubin, einem der großen Zeichner des 20. Jahrhunderts, stand er im Briefwechsel.



