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Das Leben und die Entwicklung von Hans Prähofer
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Hans Prähofer war Maler, Grafiker, Bildhauer und Schriftsteller und damit in vielen Künsten zu Hause. Aufgewachsen in Mühldorf am Inn, geprägt durch die Erfahrungen des Krieges und die harten Nachkriegsjahre, fand er seinen Weg als freischaffender Künstler in München. Sein Werk reicht vom einfachen Pinselstrich über Druckgrafik, Wandbild und Glätte-Technik bis zu Glasfenster, Metallrelief und Kunst am Bau
Als Autor wurde er mit dem Roman „Die Drachenschaukel“ bekannt, einem Bericht über eine Jugend in Altbayern. Bis zu seinem Tod 2005 arbeitete er in seinem Atelier nahe der Isar im alten Münchner Stadtteil Au
Diese Seite erinnert an den Menschen und den Künstler Hans Prähofer und macht sein vielseitiges Werk zugänglich
ein leben zwischen Bild und Wort
biografie
(* 29. September 1920 in Traunstein; † 6. November 2005 in München) war ein deutscher Maler, Grafiker, Bildhauer und Schriftsteller.
HERKUNFT UND JUGEND
Hans Prähofer wurde am 29. September 1920 in Traunstein geboren und wuchs in Mühldorf am Inn auf. Die Stadt am Inn und ihr Hinterland prägten ihn ein Leben lang, als Maler wie als Schriftsteller. Auf Wunsch seines Vaters absolvierte er eine Metzgerlehre, doch seine Leidenschaft galt der Kunst. Er studierte bei Professor Adolf Schinnerer an der Akademie der Bildenden Künste in München.
KRIEGSJAHRE
1937 wurde Hans Prähofer Soldat, zwei Jahre später wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Seine Einsätze führten ihn nach Polen, Frankreich und Russland. Nach Verwundungen wurde er aus dem Dienst entlassen.
LEBENSLAUF
- 1920
in Traunstein geboren
in Mühldorf am Inn aufgewachsen
- die Kriegsjahre
Polen, Frankreich, Russland
nach Verwundungen entlassen.
Studium bei Prof. Adolf Schinnerer an der Akademie der Bildenden Künste in München
- 1945
Heirat mit einer Hamburgerin, zwei Kinder
harte Nachkriegsjahre, die Hans Prähofer als Zeitungsschreiber überbrücken konnte
Freischaffend
Lokales für das Oberbayerische Volksblatt und andere Zeitungen
Gerichts- und Polizeiberichte, kleinstädtisches Vereinsgeschehen
Neues aus dem Rathaus und vom Kreistag, hautnah Erlebtes
- 1949
schon schildert Hans Prähofer in 72 Folgen den Zusammenbruch und die Zeit bis 1948 am
Beispiel einer Stadt am Inn und ihrem Hinterland
(eine Dokumentation mit vielen Zeichnungen, 1985 als Buch erschienen)
Langsam griff das Werken als Maler und Zeichner
Gewonnene Wettbewerbe, Plakate, Prospekte, Kunst am Bau, Illustrationen
Persönliche Kontakte und Briefwechsel mit Alfred Kubin
- 1966
ist der Roman die „Drachenschaukel“ bei Piper erschienen, berichtet von einer Jugend in
Altbayern. Das Buch hat Aufsehen erregt. Maßgebende Rezensenten begrüßten es als
wichtiges literarisches Ereignis
- 1995
Mitglied bei den Turmschreibern
- 1997
Berufung in den künstlerischen Beirat ins Haus der Kunst.
- 2002
wurde im bayerischen Fernsehen ein Film über Hans Prähofer gezeigt, gedreht von
Dr. Meggy Steffen und Bettina Stummeyer
- 2005
sein Atelier hatte der Künstler bis zu seinem Tod am 6.November 2005 nahe der Isar im alten
Münchener Stadtteil Au
AUSZEICHNUNGEN
- 1991
Bundesverdienstkreuz am Bande
Bayerischen Poetentaler
- 1995
Landkreis Mühldorf / Inn Verdienstmedaille in Gold
- 2004
wurde Hans Prähofer das Verdienstkreuz 1.Klasse des Verdienstordens der
Bundesrepublik Deutschland verliehen

WEGGEFHRTEN & EINFLÜSSE
Adolf Schinnerer – Lehrer
Bei Professor Adolf Schinnerer an der Akademie der Bildenden Künste in München erhielt Hans Prähofer seine künstlerische Ausbildung
Alfred Kubin – Briefpartner
Mit dem großen Zeichner und Illustrator verbanden ihn persönliche Kontakte und ein Briefwechsel
Künstlergruppe „Die Burg“
Gegründet wurde die Gruppe 1947 von den Burghauser Künstlern Elisabeth Coulin-Schürch, Rudolf Egger, Albert Figel, Hans Frank und Otto Schneider. Weitere Künstler schlossen sich der Gruppe an: Fritz Junghans, Hans List, Rudolf Fröhlich, Theodor Jakobi und Hans Prähofer
eine erste Ausstellung im Dürnitzstock der Burg, im Juni 1947, wurde mit 12.000 Besuchern zu einem ungeahnten Erfolg
Die Münchner Turmschreiber
Als Mitglied dieser Vereinigung bayerischer Autoren gehörte er zum literarischen Leben Münchens. Der Turmschreiber Verlag legte 2001 „Die Drachenschaukel“ neu auf.